Karlsruhe Juni 2018
Sachstand: Juni 2018

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Nicht ganz so viele Besucher kamen zum Fahrtag nach Karlsruhe. Vielleicht war es insgesamt etwas zu heiß oder eben recht gut warm für einen Eisenbahnfahrtag; da waren die Leute wohl lieber ins Schwimmbad gegangen. So waren zwar weniger Gäste gekommen, ebenso auch nicht so viele Gastfahrer, dafür war es insgesamt gemütlicher und jeder hatte genügend Platz zum sitzen, fahren, essen, trinken und miteinander reden.

Nun war er endlich fertig, mein neuer Waggon mit dem Traktorsitz; die Halterung für die Fussstütze war nun endlich angeschweißt. Ergo wurde wieder der komplette Bärenzug zusammengestellt. Ich hatte dann die Wahl auf dem Wagen mit dem Traktorsitz zu fahren, auf dem Bedienwagen von Sigi zu steuern oder auf einem der bisherigen Sitzwagen zu fahren. Um es kurz zu machen: auf Sigis Bedienwagen fuhr es sich am bequemsten, auch wenn eine Rückenlehne fehlte. Grund hierfür war, dass die Achsen in den Drehgestellen einzeln gefedert sind und so kaum Schienenstöße zu spüren waren und die recht angenehme etwas höhere Sitzposition. Natürlich ist der Traktorsitz auch komfortabel, aber die ungefederten Drehgestelle mindern die Bequemlichkeit. Daher war es ideal, die Steuerung der E94 per Funk von unterschiedlichen Waggons aus zu nutzen.

Abwechslung brachte auch das grüne Stoffkrokodil in die Reihe der Bärenfahrgäste. Susanne hatte es extra zu mir nach Hause mitgebracht und mich gebeten, es mit nach Karlsruhe mitzunehmen. Der Vierachser mit den Klapprungen war ja auch ursprünglich für ihre Stoffkrokodile vorgesehen; ab und zu sind diese deshalb im Bärenzug mit dabei.

Die BR 55 von Karlheinz war mit ihren Sitzwagen für die Gäste nur kurz im Einsatz. Wie immer wurde vor den Fahrten mit Besuchern alles und insbesondere die Bremsen überprüft. Und da zeigte es sich, dass zwar die Bremsen einwandfrei zupackten, aber sie ließen danach nicht wieder los. Eine genaue Durchsicht der Elektrik zu den Bremsen ergab, dass zwei Kabel lose waren und daher der Bremsprozess nicht mehr korrekt funktionierte. Karlheinz entschied, dass nicht kurzfristig repariert wurde, sondern, dass die restlichen drei Zuggarnituren für den heutigen Besucherandrang ausreichen sein würden. Ja, das klappt dann auch prima und die BR 55 wurde langsam kalt.

Die BR24 hatte Schwierigkeiten an der Weiche am Beginn der Steigung im Außenkreis; hier entgleiste mehrfach eine Achse des Tenders. Als später die Dampflokomotive nach ihrem Dienst abgerüstet wurde, trugen Karlheinz und Jonas den Tender an die betreffende Weiche und schoben diesen mehrfach über die kritische Stelle. In diesem Zusammenhang war zu erkennen, dass die inneren Abständen der Spurkränze recht viel Luft hatten. Und dann war nicht zu übersehen, dass der äußere Spurkranz des hinteren Radsatzes stark abgenutzt war. Als kurzfristige Lösung könnte man die Achse drehen, sodass links und rechts getaucht würden oder aber man tauscht die mittlere Achse mit der hinteren, damit zur Spurführung wieder ein intakter Spurkranz vorhanden wäre.

Die „Lincoln“ von Jörg bekam mit seinen Injektoren kein Wasser in den Kessel und die Fahrt musste unterbrochen werden. Seine Dampflokomotive hat für die Wasserzufuhr des Kessels lediglich zwei Injektoren und keine Achsspeisepumpe. Mit seinem Freund suchte er lange nach dem Fehler, aber es war alles in Ordnung, nur die Injektoren funktionierten nicht. Letztlich konnte Wolfgang helfen. Er wusste, dass Injektoren dieser Baugröße nur richtig funktioniert, wenn das verwendete Wasser (z.B. aus dem Tender) auch wirklich kalt genug ist und nicht von der Sonne das Tages bereits erwärmt war. Daher wurde das Wasser im „Gartenschlauch“ ausgiebig zum Wässern der Blumen genutzt, bis richtig kaltes Wasser aus der Leitung kam. Und mit dem kalten Wasser funktionierten die Injektoren wieder einwandfrei und Jörg konnte wieder fahren.

Der Brückenneubau für den Außenkreis ging sichtbar für jedermann voran. Die beiden Längsträger lagen nun auf den Widerlagern und bildeten die Basis für die Brücke. Die beiden Hauptträger wurden gerade erst am Vortag aufgelegt und waren noch nicht sicher befestigt. Die neue Brücke soll noch in diesem Jahr fertig werden. Das wird richtig toll; da möchte sicher mancher Gastfahrer auch die äußere Strecke befahren, die üblicherweise auf dem Innenkreis unterwegs sind.

Nocheinmal zur BR24 von Karlheinz. Ihm viel auf, dass sich auf seiner Dampflokomotive recht bald helle Flecken bildeten. Ja, Kalk setzte sich an alle möglichen Teile der Maschine ab. Karlheinz vermutete, dass mit der Wasseraufbereitungsanlage etwas nicht stimmte. Leider war diese gar nicht in Betrieb, da zunächst niemand anwesend war, der sich damit auskannte. Später klärte sich das Ganze dann, aber Karlheinz hatte sich bereits entschieden, seine 24er abzurüsten und wieder sauber zu machen. Anschließend ließen sich einige mehr erklären, wie die Wasseraufbereitungsanlage aktiviert wird, damit zukünftig immer aufbereitetes Wasser für die Dampflokomotiven zur Verfügung steht.

Ganz kurz:

Die Lokomotiven "Heidi 1" und "Heidi 2" von Jonas konnte ich zusammen fotografieren.

Nach meiner Kaffeepause wollte die E94 nicht mehr fahren. Es war ein Akkutausch notwendig; zwei Motoren benötigen eben doch mehr Leistung.

Wolfgang schenkte mir ein mitgebrachtes Foto von meinem Zug von einem Fahrtag in Rossdorf aus dem letzten Jahr. Das sah richtig gut aus. Vielen Dank.

Die Fahrt nach Karlsruhe lief super, kein Stau, keine Probleme. Bei der Rückfahrt nach Hause sah das anders aus. Im Radio wurden 7 Kilometer Stau vor dem Walldorfer Kreuz gemeldet, da lohnte es sich die Autobahn zu verlassen und mit einem Umweg über die Landstraße nach Hause zu fahren. Etwas weiter, dafür aber schneller.

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