Lahnstein 2025
Sachstand: August 2025

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Mit der Zusage zu „Rhein in Flammen“ beim MEC Rhein-Lahn buchte ich eine Unterkunft für mich und meine Frau im Nachbarort Braubach. Dort hatte ich auch letztes Jahr mein Quartier und es war recht einfach mit den mitgebrachten Fahrrädern zwischen dem Gästehaus und der 5-Zoll-Anlage hin und her zu pendeln. Das Wetter war sehr gut, richtig hochsommerlich ohne jedoch zu heiß zu sein. Die viele Sonne brachte Farbe auf die Haut und ich hatte irgendwann dann einen Sonnenbrand an den Füssen, da wo die Strümpfe aufhörten.

Natürlich war ich mit PKW-Anhänger gekommen und hatte den kompletten Bärenzug mit der E94 dabei. Damit der Zug nicht gar so lange wurde nutzten wir zu zweit den vierachsigen Sitzwagen; alle anderen zum Draufsitzen geeigneten Waggons kamen mit dem Bärenzug nicht zum Einsatz. Einen Sitzwagen benötigte ich dann doch noch für den kleinen Bauzug, d.h. für die kleine Lok und den gelbe Kran. Mit diesem wollte ich zwischendurch fahren, wenn das Rangieren mit dem langen Bärenzug zu umständlich gewesen wäre. Als dies dann mal eintraf, konnte ich nicht vom Strahlengleis der Drehscheibe herunter fahren, da ein anderes Fahrzeug so nah an der Kante stand, dass ich nicht daran vorbei kam.

Durch die vielen Gäste und entsprechend vielen Eisenbahnfahrzeugen waren die Gleise recht gut belegt; hin und wieder musste man sich abstimmen, wer hinter wem seinen Zug abstellen konnte oder wer gerade gebeten werden musste seinen Zug weg zu rangieren, damit man an seine Sachen heran kam. Aber das geschah alles in Ruhe und Freundlichkeit ohne Hektik oder Eile.

Zum Teil waren die selben Gäste wie im Vorjahr gekommen; man erkannte dies bereits an den schon aufgegleisten Fahrzeugen. Manche vom letzten Jahr waren dieses Mal nicht dabei, aber hierfür gab es neue Gesichter und andere Eisenbahnfahrzeuge. Aufgefallen war mir, dass es an diesem Wochenende insgesamt recht wenig Dampflokomotiven gegeben hatte; elektrisch betriebene Lokomotiven sind eben schneller betriebsbereit und leichter handhabbar.

Zwei Beispiele, so war Wolfgang erneut mit seiner V80 und seinem Kurzzug als Gast dabei. Er selbst fuhr nicht so häufig auf der Strecke; viel wichtiger waren ihm die Gespräche mit den Eisenbahnfreunden und der Austausch über die aktuellen Bauvorhaben. So hatte er das fahrfertige Fahrgestell einer E19 dabei, um es Interessierten zu zeigen und zu erklären.

Auch Udo war mit seiner V100 und seinem Zug wie letztes Jahr wieder auf den Gleisen. Es fiel gleich auf, dass er einen neuen vierachsigen blauen Tankwagen dabei hatte. Das Thema „Tankwaggons“ wurde wiederholt betont, indem mehr oder weniger alle vorhandenen Tankwagen zusammen gekuppelt wurden und so einen besonderen Zug bildeten.

Des weiteren war auch der von Michael gebaute Eisenbahnkran Goliath mit seinem aktuellen Besitzer vor Ort. Ich erfuhr, dass der Goliath demnächst wieder zum Verkauf stünde, da er als Eisenbahnfahrzeug nur zum Fahren allein einfach zu schwer und unhandlich sei. So gehörten z.B. zwei Gegengewichte dazu, welche jeweils 35 kg wiegen. Bei der Präsentation des großen Krans fehlten leider diese Gewichte (da Attrappen auf dem Begleitwagen mitgeführt wurden) und so konnte sich der aufgerichtete Kran nicht drehen, sonst wäre er wegen des Eigengewichtes des Auslegers gleich umgekippt. Ich nutzte die Gelegenheit und machte ein paar Fotos von meinem kleinen gelben Kran direkt neben dem roten Riesen.


Erst zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin wurde die neue Wendeschleife beim „Rheinblick“ fertig gestellt. Da sah noch manches etwas provisorisch aus, aber das Gleis war sauber und gut verlegt, sodass jeder die neue Strecke fahren konnte. Dieser zusätzliche „Schlenker“ wurde gerne von den Gästen genutzt, wenn man auch auf einem kurzen Teilstück gegenseitige Rücksicht nehmen musste, da hier der Verkehr in beiden Richtungen auf dem selben Gleisabschnitt erfolgte. Ich hatte zunächst den Eindruck, dass die Kurvenradien beim Rheinblick enger wären, aber alle Fahrzeuge kamen hier einwandfrei um die Ecke, ergo stimmten die Radien. Als Nebeneffekt wurden die fahrende Eisenbahn nun häufiger von Passanten gesehen, die am Rheinufer vorbei gingen.


Das Fahren klappte für mich sehr gut, ich hatte lediglich eine oder zwei Entgleisungen während der drei Fahrtage auf der Anlage. Und dennoch gab es immer wieder Entgleisungen hier und da wie diese immer wieder vorkommen. Besonders auffällig waren Entgleisungen am Sonntag bei der Einfahrt in den Bahnhofsbereich. Es dauerte eine Weile bis man die Ursache erkannte. Die Einfahrt war von der Brücke und von der unteren Strecke gleichzeitig möglich und jede Zufahrt hatte ein Bedienpult, das Gleis zu wählen und die Weichen zu stellen. Wenn nun jemand von der Brücke kommend sein Gleis per Knopfdruck wählte, so hatte dies auch Auswirkungen auf die Weichenzufahrt von der anderen Strecke. Es gab zwar eine Verzögerungsschaltung mit grünem und rotem Signal und doch konnte es passieren, dass eine Weiche direkt unter dem zweiten einfahrenden Zug geschaltet wurde. Die Ursache war nun erkannt und es wurde darauf geachtet, dass nun keine Weiche geschaltet wurde, wenn noch ein anderer Zug im Weichenbereich fährt.


Die Problematik des Schaltens der Weichen bei der Bahnhofseinfahrt könnte durch eine Idee von Udo ganz schnell und einfach gelöst werden, indem man nicht mehr den Innen- und den Außenkreis parallel befährt, sondern entgegengesetzt. Hierzu müssten einige Weichen mit elektrischen Antrieben ausgestattet werden, die man jedoch bei anderen abschrauben könnte. Lediglich einige Säulen zum „Knöpfchen drücken“ müssten versetzt werden. Ein weitere Effekt wäre, dass man sich häufiger begegnet und wenn man die Wendeschleife beim Rheinblick benutzt dann eine recht lange Fahrstrecke erhält.


Rhein in Flammen war wieder ein eigenes Erlebnis. Wir konnten von unserem Standort aus mehrere Feuerwerke beobachten während die Schiffe vorbei fuhren. Wir bemerkten, dass die Feuerwerke von Lahnstein und Stolzenfels besonders üppig waren und noch länger andauerten, als bereits alle Personenschiffe (ca. 30) vorbeigefahren waren.

Als Gast fühlte ich mich sehr wohl auf der Anlage und es gab eine gute Atmosphäre zwischen den Eisenbahnfreunden. Und nicht zu vergessen waren die vielen Hilfestellungen und Unterstützungen der Frauen.


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