Karlsruhe Oktober 2010
Sachstand: Oktober 2010

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Sonntag, Tag der Deutschen Einheit, super Wetter und Fahrtag in Karlsruhe, das passte. Am Abend hatte ich 150 Modellkilometer mehr auf dem Tacho meiner Lokomotive, ergo rund 14 echte Kilometer oder über 30 Runden auf der Karlsruher Strecke.

Nicht nur ich nutze den sonnigen Tag, sondern recht viele Gäste kamen auf die Anlage der Karlsruher Dampflokfreunde. Dieses Mal gab es etwas besonderes, denn gefahren wurde auf drei Spurweiten: 1435mm, 127 mm und 45 mm.

45mm beziehen sich auf die LGB-Anlage, 127 mm ist der Schienenabstand der 5-Zoll-Anlage und es gab Fahrbetrieb auf dem Originalgleis der Bahn, direkt neben der Anlage.

Die Großdiesellokomotive 218 130-3 pendelte auf einem Rangiergleis etwa 300m hin und her und bot Führerstandsmitfahrten an. Diese wurde reichlich in Anspruch genommen, sowohl von den Eisenbahnern kleinerer Spurweiten als auch den Gästen auf der Anlage. So war die Diesellok mit einer kurzen Mittagspausenunterbrechung den ganzen Betriebstag unterwegs, um den Ansturm von Interessenten zu bewältigen.

Auch ich wollte natürlich mitfahren und durfte dann kurzzeitig das „Lenkrad“ mal in die Hand nehmen und drei Stufen hoch schalten. Ein tolles Gefühl, rund 2000 PS brummen zu lassen und etwa 80 Tonnen zu bewegen.

Als kleine Gegenleistung für die Führerstandsmitfahrten wurde eine Sammelkasse aufgestellt für einen durch einen Badeunfall querschnittgelähmten Lokführer.

So einen Badeunfall kann ich sehr gut nachvollziehen, da ich selbst einmal kopfüber in ein mit unbekanntes Gewässer sprang und mit den Kopf am Boden anstieß. Glücklicherweise war ich damals nur leicht benommen.

Überraschend viele Gäste waren aus Rossdorf zum Fahrtag gekommen. Als am Nachmittag ein PKW mit Anhänger auf das Gelände kam, erfuhr ich den eigentlichen Hintergrund. Eine rote amerikanische Diesellok mit zwei Sitzwagen sollte Probegefahren werden und dann den Besitzer wechseln. Nach den ersten beiden Runden wurde sogar Personentransport für die Karlsruher aufgenommen. Dies deshalb, da die „Virginian“ von Heinz abgestellt werden musste: sie hatte defekte Kolbenringe. Nach Aussage von Heinz sei dies jedoch bei der Laufleistung der Lokomotive nicht ungewöhnlich.

So führte sich die rote Ami-Lok zwar gut in Karlsruhe ein, doch sie wurde eben von den Rossdorfern gekauft; für 4000 Euro wechselte sie den Besitzer und übernimmt nun dort Transportleistungen. Auch Heinz hätte sie gerne für Karlsruhe übernommen, die Rossdorfer waren hier schneller.

Nicht nur wegen der roten Amerikanerin kam ich mit Wolfgang ins Gespräch. Er hatte auch Radscheiben und Achsen für ein Neubauprojekt bei Heinz abgeholt. Wolfgang baut für die Rossdorfer Jugend eine kleine Diesellokomotive, die meiner ähnelt, jedoch konstruierte er das Modell ganz neu. Wenn diese meiner recht ähnlich sieht, so wäre ein Bedienwagen ähnlich dem meinen auch nahe liegend. Kurzerhand wurde mein Sitzwagen in Länge, Breite und Höhe vermessen; dazu noch der Achsabstand des Zweiachsers und die Grundlagen für einen neuen Sitzwagen sind gelegt.

Leider gab es neben den defekten Kolbenringen von Heinz noch ein paar negative Informationen. Zum ersten machte sich die Hupe in meiner Lokomotive wieder mit kurzen Huptönen bemerkbar, wenn die Funksteuerung benutzt wurde; ich stochere da noch nach einer richtigen Lösung hierfür. Ich werde den Spannungsteiler in der Steuerung zur Aktivierung der Servokanalschalter neu einstellen, mal sehen, ob es hilft.

Und dann habe ich drei kleine Modellschrauben beim Fahren verloren. Plötzlich hing die Rückleuchte der Lok nur noch an den Anschlusskabeln, alle Schrauben waren weg. Bei der Neumontage nach der Installation des zweiten Lampenanschlusses habe ich die Befestigungsschrauben wohl nicht richtig angezogen und so haben sie sich gelockert und sind nun weg. Es ist wohl kaum möglich Schrauben mit einer Länge von 3 bis 4 Millimetern auf der über 400 m langen Gleisstrecke zu suchen, von den Muttern des 1,6 mm-Gewinde ganz abgesehen. Da kommen neue Schrauben rein und die werden dann mit Lack oder ähnlichem gesichert.

Und es gab noch mehr Ausfälle. Beim Sitzwagen hinter der grünen E-Lok haben sich die Dämpfer im Drehgestell aus der Halterung herausgedrückt und so liegt nun die Achse direkt auf dem Metall der Drehgestellhalterung. Zum Fahren nicht ganz so gut, und so wurde die Lok sofort wieder geparkt.

Ausgefallen sind auch einige Personen, wie z.B. Markus. Am Vorabend hatte man zusammen gegessen und irgendwas ist nicht allen bekommen. Leider konnte nicht eingegrenzt werden, was denn die Ursache für das Unwohlsein gewesen war. Jedenfalls verzog sich Markus auf sein Feldbett und suchte Ruhe, Erholung und Besserung.

An der LGB-Anlage wurde erneut gebaut. Dieser Ausbau bedeutet nicht, dass die Gleisanlage dauerhaft bestehen bleibt, sondern, dass für das Verlegen der Gleise ein fester Unterbau hergestellt wurde. Eine neue Gleistrasse wurde in Angriff genommen, welche nach einer Schleife die bisherige Linie mit einer Brücke kreuzt und dann aufgeständert neben dem Bogen der kombinierten 31/2-5-Zoll-Strecke verläuft. So könnte nun ein LGB-Zug parallel quasi auf Augenhöhe mit einem Zug auf der Gartenbahnanlage fahren. Leider ist die Gleisführung durch die Unterführung derzeit nicht befahrbar, soll aber „irgendwann“ wieder hergerichtet werden.

So war an diesem Tag Freud und Leid vielfach und unterschiedlich verteilt und beim Abschied war man sich sicher, man sieht sich wieder. Wann und wo, ist allerdings offen.

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